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Faxen in der Wolke

Moderne Herausforderungen für Faxserver in der Cloud (Teil 2)


Mit dem “BPOS Connect Service” stellt serVonic die Fax-Lösung IXI-UMS auch als Dienstleitung in Microsoft Exchange Online zur Verfügung

Faxserver in der Cloud: Flexible Konzepte müssen her

Aufgabe einer Faxserver-Lösung ist es, die ein- und ausgehenden Faxnachrichten für den Transport vom öffentlichen Telefonnetz an das jeweilige Messaging System und umgekehrt aufzubereiten. Dazu müssen sich die drei Komponenten – Faxserver, Messaging System und TK-Anlage – verstehen. Mit Lösungen, die sich auf Basis gängiger Standards verständigen, können die jeweils passenden Komponenten ausgewählt und zusammengestellt werden. Zusätzlich ist gewährleistet, dass sich das Unternehmen nicht von einem Hersteller abhängig macht und die Kommunikationsstrukturen mit dem technischen Fortschritt im Unternehmen – beispielsweise dem Aufsetzen einer Hosting-Umgebung - mitwachsen können. Standards für die Kommunikation zwischen Unified Messaging-Lösung und Messaging-System sind SMTP, IMAP und LDAP. TK-Anlage und Faxserver verstehen sich - je nach TK-Anlage – über ISDN/Q.SIG bzw. SIP oder H.323.
Sind alle Komponenten vor Ort installiert, verständigen sich Messaging-System und Faxserver problemlos über die passenden Connectoren und Protokolle. Für die Kommunikation nach außen kann die TK-Anlage – ISDN oder IP-basiert - vor Ort genutzt werden. Anders sieht es im Hosting-Bereich aus: Ziel ist, die Messaging-Infrastruktur auszulagern um so hohe Anfangsinvestitionen zu vermeiden sowie den Aufwand für Pflege und Administration auszulagern. Um die Integration des Faxservers in das jeweilige Messaging-System auch hier zu gewährleisten, sind deshalb neue Konzepte gefragt. Unproblematisch gestaltet sich die Integration eines Faxservers in ein klassisches Hosting-Modell mit beispielsweise “Hosted Exchange“ von Microsoft. Die Faxlösung kann  hier direkt beim Provider (Fax as a Service) oder bei den Kunden des Providers (On Premises Variante) betrieben und installiert werden. Die Kommunikation zwischen Messaging System und Faxserver kann in beiden Fällen über die entsprechenden Connectoren und Protokolle erfolgen. Für Versand und Empfang der Faxnachrichten kann die TK-Anlage des Providers oder des Unternehmens vor Ort genutzt werden. Anbindung, Routing und Berechtigungsprüfung des Faxverkehrs kann so bedarfsgerecht ins Hosting Modell direkt beim Provider eingebunden und ausgelagert werden oder – zum Beispiel aus Gründen des Datenschutzes  oder zu Abrechnungszwecken – direkt beim Kunden verbleiben. Unternehmen, die „Hosted Exchange“ nutzen, stehen  so neben E-Mail auch Faxfunktionalitäten integriert in ihren Hosted Postfächern zur Verfügung.

Anders sieht es bei  Hosting-Modellen wie „Exchange Online“ von Microsoft aus, die direkt in den Microsoft Rechenzentren bereitgestellt werden. Als geschlossenes System mit fester Paketierung bietet BPOS mit „Exchange Online“ keine direkten Zugriffsrechte und Installationsmöglichkeiten für Drittanbieter-Lösungen wie Faxserver. Zudem besteht für Add-Lösungen keine Möglichkeit, in den Rechenzentren eine direkte Verbindung ins PSTN aufzubauen. Zwar können die Lösungen auch hier problemlos als On-Premises Variante beim Kunden vor Ort installiert und in „Exchange Online“ integriert werden. Eine Bereitstellung von Fax as a Service ist hingegen nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. So bieten modulare Lösungen Fax-Herstellern wie serVonic beispielsweise die Möglichkeit, mit dem „BPOS Connect Service“, selbst als Fax-Dienstleister in einer Exchange Online-Umgebung aufzutreten: Beim Kunden vor Ort wird lediglich die Anbindung an das öffentliche Telefonnetz genutzt. Aufbereitung, IN/OUT Routing, Rufnummernzuordnung sowie Berechtigungsprüfung und User-Abrechnung des Fax-Verkehrs übernimmt der Dienstleister. Technisch möglich wird diese nahtlose Integration in eine BPOS-Architektur durch die Entkoppelung der einzelnen Faxserver-Komponenten. So werden beim Kunden nur die TK-nahen Komponenten der Faxserver-Lösung installiert und mit der TK-Anlage vor Ort sowie dem Routing-Modul beim Dienstleister/Hersteller verbunden. Die Kommunikation zwischen der On-Site Komponente und dem Dienstleister erfolgt über HTTP(S). Als Plattform für die Installation der On-Site Komponente und die je nach TK-Anlage benötigte ISDN-Karte bzw. IP-Software kann der Rechner verwendet werden, der auch für das BPOS Verzeichnissynchronisierungstool zur Verfügung steht. Der Einsatz von zusätzlicher Hardware ist daher nicht notwendig. Die restlichen – IT-nahen – Komponenten der Lösung werden komplett beim Dienstleister installiert und verwaltet und über SMTP an Microsoft „Exchange Online“ angebunden.  Der einzelne Benutzer kann damit genau - wie dies bei lokal installierten Fax-Servern bekannt ist – Faxe senden und empfangen, integriert in das Microsoft Exchange Online Postfach.

Fazit

Die Faxserver-Hersteller haben sich in den letzten Jahren mit ihren ausgereiften On-Premises Modellen etablieren können. Neben den klassischen Installationsvarianten (vor Ort beim Kunden), die auch für Hosting-Architekturen geeignet sind, kommt heute mit Cloud Computing zusätzlich der Dienstleistungs- bzw. Auslagerungsgedanke dazu.  Hier sind die Hersteller von Faxserver-Lösungen gefragt, Konzepte anzubieten, die eine nahtlose Integration – unabhängig vom Hosting-Modell – bieten. Denn egal für welche Faxserver-Lösung sich das Unternehmen entscheidet, sollte der Integrationsgedanke immer im Vordergrund stehen.

Copyright: serVonic GmbH
Stand: 6. August 2010


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