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Unified Messaging im großen Stil

Installation und Administration für Unternehmen mit verteilten Standorten

von Sibylle Klein | serVonic GmbH | Public Relations


Zunehmende Internationalisierung und Dezentralisierung sowie die Möglichkeiten der weltweiten Vernetzung verändern die moderne Arbeitswelt ebenso wie die IT- und TK-Strukturen eines Unternehmens. In den Standorten eines Konzerns sind beispielsweise ganz unterschiedliche Messaging Systeme und TK-Anlagen im Einsatz. Soll hier jetzt konzernweit eine neue Software wie Unified Messaging eingeführt werden, sind die Anforderungen an Installation, Sicherheit, Routing, Administration und Überwachung komplex.


Der IXI-UMS Unified Messaging Server ergänzt bedarfsgerecht die Funktionen Fax, Voice und SMS
Der IXI-UMS Unified Messaging Server ergänzt bedarfsgerecht die Funktionen Fax, Voice und SMS. Screenshot: serVonic GmbH

Unterschiedliche Unified Messaging Konzepte


Um auf die genannten Aspekte eingehen zu können, muss zunächst zwischen zwei möglichen Unified Messaging Konzepten unterschieden werden: eigenständiger Kommunikationsserver und Add-On Lösung. Ein eigenständiger Kommunikationsserver bietet alle Funktionen von Unified Messaging inklusive Datenbanken, Message Transfer Agent und Clients. Eine Add-On UM-Lösung ist im Gegensatz dazu so konzipiert, dass sie die vorhandenen Möglichkeiten, also einen Messaging Server mit entsprechender Architektur und Struktur, nutzt, und lediglich die fehlenden – und gewünschten – Funktionen ergänzt. Nun verfügen die Unternehmen meist bereits über eine Messaging Struktur. Daher bietet sich der Einsatz einer Add-On UM-Lösung an. Je nahtloser sich die Lösung in die vorhandene ITK-Struktur integriert, desto vorteilhafter ist dies gerade für Konzerne mit verteilten Standorten. Integriert sich eine Lösung beispielsweise in die vorhandenen Datenbanken des jeweils vorhandenen Messaging Systems, ohne Daten zu replizieren, können keine Inkonsistenzen entstehen und es wird keine mächtige Rechnerhardware benötigt. Je mehr Benutzer in der Datenbank vorgehalten werden, desto größer sind die Vorteile einer sogenannten Single Store Lösung. Die Software ergänzt bedarfsgerecht die gewünschten Funktionen - Fax, Voice, SMS - und komplettiert so das E-Mail System zu einem Unified Messaging System. Es nutzt dabei Vorhandenes und ergänzt lediglich Notwendiges. Anhand der Unified Messaging Lösung IXI-UMS von serVonic können beispielhaft die Installationsvarianten sowie die Routing-, die Administrations- und die Überwachungsmöglichkeiten dargestellt werden.

Die Installation der Komponenten

Für die Installationsmöglichkeiten spielen bei der Add-On Lösung im Wesentlichen die Komponenten Kernel und Connector eine Rolle. Der Kernel führt alle systemunabhängigen Aufgaben wie Verbindungsaufbau, Empfang und Versand der UM-Nachrichten - inklusive Rückmeldungen - und Kommunikation mit  dem jeweiligen Connector aus. Zusätzlich stellt er wahlweise die Dienste für Fax, Voice und SMS zur Verfügung. Die Connectoren ermöglichen die Integration in die jeweiligen Messaging Umgebungen. Die Komponenten können auf einem oder mehreren Rechnern installiert werden. Ein Kernel kann mit mehreren Connectoren in unterschiedlichen Systemumgebungen zusammenarbeiten. Ebenso können mehrere Kernel mit einem Connector zusammenarbeiten, beispielsweise aus Gründen der Performance oder der Hochverfügbarkeit. Ebenso können mehrere Kernel mit mehreren Connectoren zusammenarbeiten.

Für die Administratoren, die gerade bei der Installation einer Unified Messaging Lösung in großen Unternehmen mit verteilten Standorten vor einer anspruchsvollen Aufgabe stehen, bieten sich damit vielfältige Möglichkeiten, den Anforderungen der vorhandenen ITK-Struktur sowie des Unternehmens gerecht zu werden. Sind beispielsweise unterschiedliche Messaging Systeme sowie TK-Anlagen dezentral installiert oder steht ein zentrales Messaging System den Niederlassungen mit den unterschiedlichen TK-Anlagen zur Verfügung? Auch hier soll sich die UM-Lösung nicht nur reibungslos in die komplexen Strukturen einfügen, sondern auch möglichst standortübergreifend, flexibel und kostengünstig arbeiten. Die Kernaufgabe der Unified Messaging Lösung ist es, Nachrichten für den Transport zwischen Telefonnetz sowie Messaging System aufzubereiten. Regeln für das In- und Outbound-Routing legen dabei die Wege für den Nachrichtenstrom fest. Um die Anforderungen „standortübergreifend, flexibel und kostengünstig“ zu erfüllen, benötigen Unternehmen mit verteilten Standorten und heterogenen Strukturen eine UM-Lösung mit speziellen und flexiblen Möglichkeiten für das In- und Outbound-Routing von Nachrichten. Hersteller wie serVonic bieten hier unterschiedliche Varianten für Unternehmen mit verteilten Standorten und komplexen ITK-Strukturen.

Mögliche Routing-Varianten

Ein Message Distribution Server, der „MultiSite“-Betrieb sowie die Cloud bieten Konzernen vielfältige Möglichkeiten, Unified Messaging unternehmensweit in heterogenen Umgebungen zu nutzen.

Das Beispiel zeigt, wie der IXI-UMS Unified Messaging Server in einem internationalen Unternehmen mit verteilten Standorten kostengünstig und flexibel arbeiten kann
Das Beispiel zeigt, wie der IXI-UMS Unified Messaging Server in einem internationalen Unternehmen mit verteilten Standorten kostengünstig und flexibel arbeiten kann. Skizze: serVonic GmbH

MDS
Der IXI-UMS Message Distribution Server stellt eine Routing-Komponente dar, die flexible und effektive Möglichkeiten bietet: zielorientiertes Outbound-Routing, Dienste-abhängiges Routing, absenderorientiertes Routing und Ausfall bzw. Notfall Routing.  Der MDS wird zentral installiert und sorgt für die richtige Verteilung der Nachrichten. In den Niederlassungen wird der Kernel installiert, über die Connectoren erfolgt die Integration in die Systemumgebungen. Der Transport der Daten zwischen den Standorten und der Zentrale erfolgt über gängige Transportprotokolle. Die Zustellung und Abholung der UM-Nachrichten kann so nicht nur an Standorten im LAN oder WAN erfolgen, sondern mittels http oder https auch an solchen, die über eine Internet-Verbindung angeschlossen sind.
Das zielorientierte Outbound-Routing ermöglicht es dem Unternehmen, ausgehende Nachrichten über den Standort zu versenden, über den es am kostengünstigsten ist. Unabhängig davon, welcher Mitarbeiter welchen Standortes die Nachricht versendet, wertet IXI-UMS MDS die Zielrufnummer aus und routet die Nachricht automatisch an den entsprechenden Kernel vor Ort. Beispielsweise kann so ein Benutzer im deutschen Standort über den Kernel in Frankreich ein Fax kostengünstiger an einen französischen Empfänger senden. Die Rückmeldung über den Versand der jeweiligen Nachricht erhält der Absender wie gewohnt in seinem Posteingang. Gerade für international operierende Unternehmen kann das einige Kosten einsparen.
Mit dem Dienste-abhängigen Routing können die Mitarbeiter an den Standorten auch die UM-Dienste nutzen, die an ihrem Standort nicht installiert sind. Sendet ein Mitarbeiter beispielsweise eine Kurznachricht über die Zentrale, routet der MDS diese an den Standort, an dem der SMS-Dienst aktiv ist.
Absenderorientiertes Routing ermöglicht es den Benutzern an Standorten ohne Messaging System, UM-Nachrichten trotzdem über ihren Standort zu versenden. Sie nutzen die zentral installierten UM-Funktionen, der Übergang in das öffentliche Telefonnetz erfolgt MDS-gesteuert an dem jeweiligen Standort. Ein Beispiel: Ein Mitarbeiter möchte ein Fax versenden, allerdings gibt es am Standort kein Messaging System. Mit seinem E-Mail Client, z.B. Microsoft Outlook, erstellt er eine Faxnachricht als E-Mail mit Anhang und Faxadressierung. Im zentralen Messaging System, in das sich die Add-On UM-Lösung integriert, wird die Nachricht erzeugt, vom UM-System aufbereitet und mittels MDS-Server über den Standort des Mitarbeiters versendet.
Das Notfall- bzw. Ausfallrouting sichert den Unternehmen die UM-Kommunikation im Notfall, wenn beispielsweise in einer Niederlassung der Server ausfällt. Der MDS-Server routet die Nachrichten automatisch über eine andere, verfügbare Niederlassung.

MultiSite
Der „MultiSite“-Betrieb bietet im Prinzip dieselben Routing-Möglichkeiten wie der MDS: zielorientiertes Outbound-Routing zur Kostenoptimierung, Dienste-abhängiges Routing, absenderorientiertes Routing. MultiSite bietet sich für Unternehmen an, deren Standorte über ein für VoIP geeignetes und hochverfügbares Netz, z.B ein Managed Network, verbunden sind, die in den Niederlassungen eine IP-basierte TK-Anlage im Einsatz haben und die den Kernel nicht dezentral installieren möchten. Über das vorhandene Netzwerk können die Mitarbeiter in den Standorten beispielsweise auf das zentrale Rechenzentrum mit Messaging System und integriertem UM zugreifen und die bereitgestellten Dienste – E-Mail, Fax, Voice, SMS – nutzen.

Cloud
Mit der Cloud bietet sich den Unternehmen eine weitere Möglichkeit, Unified Messaging konzernweit zu nutzen: Die Hersteller der marktführenden Messaging Systeme wie Microsoft oder IBM bieten jeweils eine SaaS-Variante ihrer Software an. Eine Add-On UM-Lösung kann sich hier über die gängigen Standards integrieren, den Mitarbeitern stehen so alle UM-Dienste – E-Mail, Fax, Voice, SMS – unabhängig von Zeit und Ort zur Verfügung. An den Standorten und in der Zentrale wird eine on-site Komponente installiert. Diese verständigt sich mit der TK-Anlage über die gängigen Protokolle. Mit IP-Centrex besteht darüber hinaus die Möglichkeit, auch die TK-Anlage in der Cloud zur Verfügung zu stellen. In diesem Fall ist es nicht nötig, eine on-site Komponente in den Standorten zu installieren, der Kernel muss lediglich zentral zur Verfügung stehen. Die Verständigung der UM-Lösung und der TK-Anlage in der Cloud sowie die Übertragung basiert auf den im VoIP-Umfeld gängigen Standards.

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Infos

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