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Auswirkungen, Protokolle, Schnittstellen und Standards 

von Sibylle Klein | serVonic GmbH | Public Relations


Die Umstellung der bisherigen Übertragungstechnik im Telekommunikationsnetz auf das Internet Protokoll stellt Unternehmen vor die Frage nach den Auswirkungen auf ihre ITK-Struktur. Kommunikationslösungen als Teil dieser ITK-Struktur vereinheitlichen die unterschiedlichen Kommunikationswege unter einer Benutzeroberfläche am PC und bieten Komfortfunktionen für Telefonie und Zusammenarbeit. Unified Communication funktioniert nicht als standalone Lösung, sondern arbeitet mit anderen Komponenten wie Messaging Server und TK-Anlage zusammen. All-IP wirkt sich daher auch auf Bereiche der Kommunikationslösungen des Unternehmens aus.


Unified Communication

Unified Communication bietet einerseits UC-Echtzeitdienste – Real-time Collaboration - wie Computer Telefonie, Präsenzmanagement, Desktop Sharing und Instant Messaging. Andererseits vereint UC mit Unified Messaging alle Nachrichtenarten – E-Mail, Fax-, Sprach- und Kurznachrichten – unter einer Benutzeroberfläche. Welche Funktionen in welchem Maß von All-IP betroffen sind, klärt sich, wenn man diese genauer beleuchtet.

Der serVonic IXI-PCS Professional Communication Server bietet Computer Telefonie und Real-time Collaboration. Bild: serVonic GmbH

Real-time Collaboration

Real-time Collaboration ermöglicht es den Benutzern, Computer Telefonie – die Steuerung des Telefons mit Maus und Tastatur inklusive Funktionen wie Makeln, Konferenz und Anruferidentifikation - sowie Instant Messaging, Präsenzmanagement und Desktop Sharing zu nutzen: Während IM, Präsenz und Desktop Sharing bereits auf dem IP Protokoll basiert und von der PBX völlig unabhängig ist, ist für die Steuerung des Telefons mit Maus und Tastatur – Computer Telefonie Integration – eine Verbindung zwischen der TK-Anlage auf der einen Seite und den IT-Möglichkeiten auf der anderen Seite nötig. Die TK-Anlage vermittelt Rufe zwischen internem Netzwerk und dem öffentlichen Telekommunikationsnetz. Stellt die Telekom das Netzwerk auf das Internet Protokoll um, bieten sich dem Unternehmen zwei Möglichkeiten: Entweder setzt es auf eine IP-PBX oder es nutzt einen VoIP-Gateway zwischen ISDN-basierter TK-Anlage und PSTN. Die CTI-Lösung verständigt sich intern mit der TK-Anlage über CSTA oder TAPI. ISDN, das Integrated Services Digital Network , oder VoIP spielen bei der Verständigung zwischen CTI-Lösung und PBX keine Rolle. Die Umstellung auf All-IP hat also auf UC- und RTC-Lösungen wie den IXI-PCS Professional Communication Server von serVonic keine Auswirkungen.

BU: serVonic IXI-UMS Unified Messaging Server: Möchte der Benutzer ein Fax versenden, öffnet er einfach ein neues E-Mail Fenster und adressiert entsprechend an einen Faxempfänger. Bild: serVonic GmbH

Unified Messaging

Eine Unified Messaging Lösung wie IXI-UMS von serVonic integriert sich in den vorhandenen Messaging Server und ergänzt Funktionen für Fax, Voice und SMS. E-Mail inklusive Client ist mit dem Messaging Server bereits vorhanden. Möchte der Benutzer ein Fax oder eine Kurznachricht versenden, öffnet er einfach ein neues E-Mail Fenster, adressiert mit entsprechender Kennung, @ixifax.de oder @ixisms.de, schreibt entsprechend der Nachrichtenart Text oder hängt eine Datei an. Eingehende Nachrichten wie Faxe, Anrufbeantworter- oder Kurznachrichten erhält der Benutzer in seinem E-Mail Client entsprechend mit Text, Dateianhang oder WAV-Datei. Der Unified Messaging Server hat die Aufgabe, ausgehende Nachrichten entsprechend zu prüfen und aufzubereiten, so dass Faxdaten über die TK-Anlage in das öffentliche Netzwerk übermittelt werden können. Eingehende Fax- und Sprachdaten werden von der TK-Anlage vom öffentlichen Netzwerk an den UM Server übermittelt. Dieser bereitet die Daten so auf, dass sie – über das Messaging System – beim Benutzer als Nachrichten mit passendem Text, Anhang oder Sprachdatei ankommen. Während der UM-Server für die Prüfung und Aufbereitung zuständig ist, übernimmt die TK-Anlage die Rolle des Vermittlers zwischen internem und externem Netzwerk im Fall von Fax- und Sprachdaten. Die Protokolle und Schnittstellen, die intern für die Zusammenarbeit zwischen PBX und UM-Server genutzt werden, können völlig andere sein als die für die Vermittlung von Daten in das öffentliche Netzwerk. Der Austausch von Kurznachrichten zwischen UM-Benutzer und mobilem User kann unabhängig von der TK-Anlage erfolgen.

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Fachartikel

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Glossar

CSTA steht für Computer Supported Telecommunications Applications und ist eine standardisierte Protokollspezifikation, die für den Datenverkehr zwischen einer Telefonanlage und Computerprogrammen verwendet wird.

H.323 ist ein ITU Standard zur Steuerung von Echtzeit-Sprachübertragung und Videokonferenzen über IP-basierte Netzwerke, z.B. LAN, WAN oder Internet

ISDN steht für Integrated Services Digital Network, ist ein internationaler Standard für ein digitales Telekommunikationsnetz und lässt sich sinngemäß als dienste-integrierendes digitales Netz übersetzen.

SIP steht für Session Initiation Protocol und ist ein von der IETF - Internet Engineering Task Force - entwickelter Standard für ein Signalisierungsprotokoll, das Sitzungen mit zwei oder mehreren Teilnehmern aufbauen, modifizieren und beenden kann.

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